Medienkompetenz

Clever klicken!

Computer sind mittlerweile ein fester Bestandteil unseres Lebens und aus dem Arbeitsleben nicht mehr wegzudenken. Internet, Computerspiele und Co. haben Einzug ins Kinderzimmer gehalten und werden neugierig von den jungen Nutzern angewendet und erforscht.

Dabei stehen die Eltern, Lehrer und Pädagogen oft staunend daneben. Dass Surfen, Chatten und Spielen viel Spaß macht, steht dabei außer Frage. Dennoch wird immer wieder vor Gefahren gewarnt, da sich Kinder und Jugendliche oft leichtfertig in virtuellen Welten bewegen, deren negativen Seiten sie häufig nicht einschätzen können.

Das JRK-Projekt „Clever klicken“ will junge Nutzer fit machen für`s Internet und den Computer, ohne ihnen den Spaß an diesem Medium zu nehmen. Ausgehend von der Auffassung, dass Kinder und Jugendlichen einen kompetenten Umgang mit Medien nur erlernen können, wenn sie sich aktiv mit diesen auseinandersetzen, bietet „Clever klicken“ eine medienpädagogische Begleitung.

So wird Raum gegeben, eigene Erfahrungen in der virtuellen Welt zu machen und mögliche Gefahren zu erkennen, realistisch einschätzen und entsprechend handeln zu können. Im Mittelpunkt stehen dabei Internetdienste, die im Alltag der Kinder und Jugendlichen eine Rolle spielen. So lernen sie beispielsweise die „Chatiquette“, Verhaltensregeln für eine respektvolle und verantwortliche Kommunikation im Chat sowie den Schutz eigener und fremder Daten in Online Communities wie SchülerVZ kennen.

Verschiedene Suchmaschinen werden angewendet und erforscht, wobei sie auf ihre Seriosität überprüft und Werbestrategien aufgedeckt und kritisch hinterfragt werden. Neben einer theoretischen Auseinandersetzung werden viele Inhalte direkt an realen Beispielen im Internet erarbeitet. Darüber hinaus gibt es immer wieder Werkphasen, in denen die Teilnehmer die Möglichkeit haben, das Erlernte zeitnah auszuprobieren. Auf diese Weise lernen die Kinder und Jugendlichen, ihr Handwerkszeug zu beherrschen, das sie gut in ihrer speziellen Lern- und Freizeitwelt anwenden können.

Ziel ist, durch Sensibilität und Wissen das Internet für junge Nutzer zu einem Raum zu machen, in dem sie sich selbstbewusst und kritisch bewegen können und verantwortungsvoll für sich und für Andere handeln.

 

Maximal 15 Teilnehmer

45 / 60 Minuten für ein Halbjahr

Weiterführende Schule: 5. - 7. Klasse

Freigeschalteter PC-Raum

 

 

Kamera? Läuft! / Film ab! (Pilotprojekt)

Selber kleine Filme zu drehen ist mittlerweile so normal wie Fotografieren. Camcorder für den Hobbybereich sind erschwinglich geworden und mit jedem modernen Handy kann gefilmt werden. Über Plattformen wie youtube.com können die Werke präsentiert und verbreitet werden. So entstehen viele kleine oft lustige, schnell zusammengeflickte Filmchen.

Filmen ist jedoch mehr als das schnelle Festhalten von Aktionen in bewegten Bildern. Am Anfang stehen ein interessantes Thema und ein gut überlegtes Drehbuch. Ein erster Schritt hierzu ist die eigene Meinungsbildung über das gewählte Thema sowie die Frage nach einer für den Zuschauer interessanten Aufbereitung und Umsetzung, die häufig durch den eigenen Standpunkt der Filmer geprägt ist. In einem nächsten Schritt wird aus der Idee mithilfe filmischer Mittel ein Film, dem letztendlich durch den Schnitt ein letzter Schliff gegeben wird.

Das JRK-Projekt führt Kinder und Jugendliche an das Medium Film heran und bietet mehr, als das schnelle Filmen mit dem Handy.

Neben einer sicheren technischen Handhabung von Kamera und Schnittprogrammen wird als Grundlage der eigenen kreativen Umsetzung die Wirkung filmischer Mittel an Beispielen erarbeitet. Dabei bekommen die Schülerinnen und Schüler genügend Raum, eigene Filmideen zu konzipieren und umzusetzen. Durch eine gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Thema finden sie eine eigene Position, die sie mithilfe des Films als Sprachrohr zu einem öffentlichen Statement machen und somit an gesellschaftlichen und sozialen Prozessen teilnehmen.

Durch die bewusste Beleuchtung und zielgerichtete Anwendung des Mediums Film leistet „Kamera?Läuft!“ einen Beitrag zur Medienkompetenzstärkung junger Menschen, die auf diese Weise eigene Themen auf die Leinwand bringen, hinterfragen und verstehen, wie filmische Mittel Aussagen transportieren und auch manipulieren können und zum kreativen Arbeiten anregen.

Thematisch bindet sich das Filmprojekt an die Kampagne „Wie gesund ist deine Schule?“ des Jugendrotkreuzes an, in der die Frage im Raum steht "Was bewegst Du für eine gesunde Schule?"

Dieser inhaltliche Anstoß lässt den jungen Filmern genügend Raum zur Realisierung eigener Ideen vom Werbespot über eine Dokumentation bis zum Spielfilm und bietet ihnen dabei die Möglichkeit, sich mit ihrer aktuellen Lebenswelt auseinanderzusetzen.

Auch die Möglichkeit, ein schulexternes Thema (Schuljubiläum, Publikmachen eines ärgerlichen Missstandes an der Schule, die Begeleitung eines besonderen Projekts etc.) nach Absprache mit der Schule im Vorfeld umzusetzen, ist gegeben.

 

 

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